IFFF packt aus

IFFF packt aus

Filme von Miranda Pennell, Catrine Val, Coral Short, Bárbara Wagner, Benjamin de Burca, Ruth Beckermann, Kevin Jerome Everson, Claudrena N. Harold und Kristen Wolf

Die Jahre 2020/21 waren und sind für jede*n in vielerlei Hinsicht verwirrende, anstrengende und andere Zeiten als gewohnt. Wir sind mit Isolation und Einsamkeit konfrontiert. Mit sechs Kurzfilmen aus dem Archiv des IFFF Dortmund+Köln versuchen wir aus einer queer-feministischen Perspektive heraus über Bewegungen, Musik, Tanz und Rhythmus einer Sehnsucht nach Begegnung Raum zu geben. Kollektivität durch Rhythmus, trotz Distanz.

 

Human Radio

Regie: Miranda Pennell (GB | 2002 | Kurzfilm | 9 Min.)
Menschen, die gerne hinter geschlossenen Türen tanzen – »living room dancers«. In kurzen Episoden wird die Sehnsucht nach Bewegung, nach einem eigenen Rhythmus, nach Nähe und Gemeinschaft individuell ausgedrückt.

Blind Date | MAMA

Regie: Catrine Val (LT | 2013 | Kurzfilm | 7 Min.)
Eine beengte Wohnung, ein Tänzer und seine blinde Mutter. Schwebend, abrupt, steif bewegt er sich um seine Mutter herum. Seine Tanzbewegungen, sein Rhythmus zu einer Musik, die den Zuschauer*innen verwehrt bleibt, dominieren den Kurzfilm.

Genderless Jellyfish

Regie: Coral Short (CA | 2013 | Experimentalfilm | 3 Min.)
Eine geschlechtslose, unsterbliche Qualle schwimmt in rhythmischen, tanzenden Bewegungen durch ein Aquarium, während wir mehr über die magischen Fähigkeiten erfahren.

Swinguerra

Regie: Bárbara Wagner, Benjamin de Burca (BR | 2019 | Experimentalfilm | 23 Min.)
Die Performer*innen in Swinguerraschreiben sich tanzend zu starken Beats in die Kultur Brasiliens ein, stellen sich gegen repressive Politiken und propagieren eine neue Vision von Zugehörigkeit und Gemeinschaft – selbstbewusst, laut und queer.

Jackson / Marker 4am

Regie: Ruth Beckermann (AT | 2012 | Kurzfilm | 3 Min.)
Auf einer Straße ertönt Rapmusik und wir sehen eine tanzende Person in einem übergezogenen Paillettenkleid. Sie verliert sich so in ihrem Rhythmus, dass sie ihre Umgebung fast vollständig vergisst. Eine leidenschaftliche Street Performance aus den USA.

Black Bus Stop

Regie: Kevin Jerome Everson, Claudrena N. Harold (US | 2019 Dokumentarfilm, Experimentalfilm | 9 Min.)
Eine unscheinbare Bushaltestelle –gleichzeitig ein historischer Treffpunkt für Schwarze Studierende der University of Virginia. Dieser Ort wird zurückerobert – mit Sprechgesang, Rhythmen & Tanz.

Club Q: The Legendary Dance Party for Women

Regie: Kristen Wolf (US | 2003 | Dokumentarfilm | 33 Min.)
Club Q erzählt von einer legendären Partyreihe von und für queere Frauen in San Francisco. Page, leidenschaftliche DJ, versammelte um sich herum ein Kollektiv lebendiger Freundinnen. Zusammen erschufen sie die am längsten laufende diverse Dance Party für Frauen.

Genre
Dokumentarfilm, Kurzfilm, Experimentalfilm
Land
diverse
Jahr
2002–2019
Regie
Miranda Pennell, Catrine Val, Coral Short, Bárbara Wagner, Benjamin de Burca, Ruth Beckermann, Kevin Jerome Everson, Claudrena N. Harold, Kristen Wolf
Länge
78 Minuten